Künstliche Intelligenz in der Pflege
Ob in Krankenhäusern, Pflegeheimen oder zu Hause: In der Betreuung pflegebedürftiger Menschen sind KI-gestützte Anwendungen auf vielfältige Weise im Einsatz. Bei der Überwachung etwa werden Gesundheitsdaten und Vitalparameter analysiert, um potenzielle Probleme vorauszusagen. „KI kann das Risiko für Komplikationen wie zum Beispiel für ein Delir nach einer Operation erkennen und frühzeitig Alarm schlagen“, sagt Florian Schimböck, Pflegewissenschaftler und Pflegepädagoge von der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel. Monitoring ist dank KI mittlerweile auch zu Hause möglich, zum Teil sogar unkompliziert. Sogenannte „Wearable Devices“, elektronische Geräte, die am Körper getragen werden, erfassen Daten und analysieren sie. „Jede Smartwatch ist ein solches kleines KI-System und kann durch Bewegungssensoren Stürze erkennen und Notrufe absetzen.“ Auch Ambient Assisted Living-Systeme (AAL) unterstützen ältere und pflegebedürftige Personen dabei, ihren Alltag zu bewältigen. Sie erinnern Menschen mit Demenz an die Einnahme von Medikamenten oder daran, den Herd abzuschalten.
Florian Schimböck, Pflegewissenschaftler und Pflegepädagoge von der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel
Fotos: ISTOCK_ILEXX; BEIGESTELLT