Tierisch fit

Der neue Fitnesstrend Primal Movement nimmt sich Tiere und ihre ganz natürlichen Bewegungsformen zum Vorbild. Das aktiviert den gesamten Bewegungsapparat, lässt sich ohne jedes Equipment durchführen und macht auch noch großen Spaß!

Kriechen wie ein Bär, springen wie ein Hase oder Watscheln wie eine Ente – das sind nur einige der Fortbewegungen, die Tiere tagtäglich ausführen. Ganz im Gegensatz zu uns Menschen, wie Dr. Robert Fritz, Sportmediziner und Leiter der Sportmedizinischen Leistungsdiagnostik und Präventivmedizin in der Sportordination in Wien, erklärt: „Das sind Grundbewegungsformen, die alle sehr sinnvoll sind. Als Erwachsene sind unsere häufigsten Bewegungsformen jedoch Stehen, Sitzen und Liegen. Wir gehen nicht mehr tief in die Hocke, weil wir zum Glück meist nicht mehr schwer arbeiten müssen. Wir haben jedoch häufig Bürojobs und nehmen dabei stundenlang eine gar nicht gesunde Position ein – das Sitzen.“ Nach und nach verkümmern andere Fähigkeiten, wie das tief in die Hocke gehen oder Krabbeln auf allen Vieren.

Dr. Robert Fritz Sportmediziner aus Wien www.sportordination.com

 

„Jede Form der Bewegung, die Spaß macht, einen aus der Gleichförmigkeit herausholt und einen neuen Reiz setzt, ist absolut positiv.“

Schulter und Hüfte werden beweglicher

Genau dieser stark einseitigen Bewegung kann man mit dem Primal Movement Training entgegenwirken. Es werden Bewegungsmuster geschult, die im Alltag oft zu kurz kommen und für unseren Körper sehr wirkungsvoll sind. „Ist man in der Hocke unterwegs und springt herum wie ein Frosch, kann man die Sprungkraft steigern. Krabbelt man auf dem Boden und hält sein eigenes Körpergewicht stabil auf allen Vieren, trainiert man das Gleichgewicht und die Rumpfkraft“, verdeutlicht Fritz die Trainingseffekte. „All diese Übungen beinhalten sehr wichtige Kraft-, Beweglichkeits- und Gleichgewichtskomponenten.“ Ein wichtiger Teil dieser Fitnessmethode ist es zudem, den gesamten Bewegungsspielraum der Gelenke auszunutzen. Körperregionen wie Schulter und Hüfte werden so beweglicher. Die Körperhaltung verbessert sich und wird aufrechter.

 

Frog Jumps

Was es bringt 

Froschsprünge kombinieren Kniebeugen mit Sprüngen, verlangen also einiges an Energie und Sprungkraft ab. Die Leistungsfähigkeit der Beinmuskulatur wird erheblich verbessert und die Pomuskulatur trainiert.

So funktioniert es  

Man startet mit einer hüftbreiten Hocke-Position, wobei die Beine circa 90 Grad abgewinkelt sind und der Rücken gerade ist. Die Fersen sollten vollständig auf dem Boden stehen. Es wird explosiv abgesprungen und dabei die Arme mit Schwung ausgestreckt. Ziel ist es, so weit wie möglich nach vorne zu hüpfen. Bei der Landung den Körper sanft bis in die Ausgangsposition abfedern.

Die Anzahl der Wiederholungen hängt vom Trainingslevel ab. Beim letzten Sprung richtet man sich komplett auf. Grundsätzlich gilt: Je schneller man hüpft, desto reflexartiger wird die Muskulatur aktiviert. Das bedeutet einen höheren Trainingseffekt.


Text: Heike Kossdorff | Fotos: iStock_lioputra _piola666
Mehr zum Themen "Tierisch fit" und weitere Bewegungsübungen erfahren Sie in GESUND & LEBEN 10/23.

 

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